schehen, so wird das Luch in lauter solche Falten ge-legt in der Breite eines Preßspans, oder so, wie wirdie Luche im Handel vor uns liegen sehen. DieseArbeit verrichtet der Appreteur auf einem dazu bestimm-ten Brett, welches mit 4 kurzen horizontal stehenden iSäulchen versehen ist, welche so weit aus einanderstehen, daß ein Preßspan dazwischen Platz hat, undbringt das Tuch mittelst noch zweier eiserner Stäbein die Falten, und legt zugleich zwischen jede Falteder appretirten Seite einen feinen und auf die Rück-seite einen ordinairen Preßspan, welcher aber nicht überdie Saalleisten zu liegen kommen darf, weil das ein-papierte Tuch aus dieser Seite zu hoch werden würde.
Ist ein Stück Tuch auf diese Weise durchgängigeinpapiert oder mit Preßspänen versehen, so wie auchalle andere Tuche, die gepreßt werden sollen, so wer-den erstlich auf den Grund der Presse mehrere Bret-ter und auf diese neben einander sehr heiße eisernePlatten gelegt, darauf hölzerne Platten und daraufeinige grobe Preß- oder sogenannte Brandspäne unddarauf ein einpapiertes Luck gelegt; oben auf legtman wieder einige Brandspäne und darauf wiederHolzplatten; darauf wieder heiße eiserne Platten unddarauf wieder hölzerne, dann einige Brandspäne unddarauf einen Satz Tuch. Auf diese Art fährt man solange fort, bis alle Tuche eingesetzt sind. Daraufwiro die Presse zugefahren und solches nach 1 Stundewiederholt. Nach 24 Stunden wird die Presse wiedergeöffnet, die Tuche werden herausgenommen und aus-papiert.
Darauf werden die Tuche entweder geblößt >(§. 206.), oder ohne diese Arbeit sogleich wieder ein-gespänt und eingesetzt. Hierauf zieht man das Tuch,n der Länge aus einander und bringt es auf obigeArt (§. 216.) wieder in Falten, doch so, daß die Tuch-streifrn, welche beim ersten Pressen von Preßspänen