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§. 22 ».
Eine zweckmäßigere Methode derDampf-erzeugung ist aber folgende. Mit Berücksichtigungder obigen Methode wird hier die eiserne Platte aufden Ofen auf allen vier Seiten mit einem etwa 4 — LZoll hohen Rande eingefaßt und mit einer großen An-zahl eben so hoher Scheidewände in viele quadratischeZellen (die aber mit einander in Verbindung stehenmüssen) abgetheilt. Als Deckel kommt auf diesePfanne eine Kupserplatte, welche den Scheidewändenzur Unterstützung dienet, und die mit sehr zahlreichenkleinen Löchern versehen ist. 'Auf die Kupferplatte legtman zuerst mehrfache Leinwand, darüber das Tuch,endlich das Preßbrett. Kommt, das Wasser in derPfanne zum Kochen, so tritt der daraus gebildeteDampf durch die Löcher der Platte aus und dringtdurch die Leinwand in das Tuch. Es wird beimAuflegen des Tuches darauf geachtet, daß der Druckdie Falten oder Biegungen an den Enden des Packesnicht treffe; diese Stellen empfangen also auch zu-nächst keine Einwirkung. Man behandelt aber nach-her das Tuch zum zweiten Male auf diese Art, mitdem einzigen Unterschiede, daß man nun beim Zusam-menlegen die das erste Mal ungepreßt gebliebenenTheile mitten unter das Preßbrett bringt.
Neunte Abtheilung.
Von tuchartigen Wollenzeugen.
§. 221 .
Luch begreift ein einfaches, zugleich dichtes, filzi-ges, aus Wollen-Krempelgarn fabricirtes Gewebe insich, welches seine Dichtigkeit nicht allein durch engesWeben, sondern noch mehr durch das Walken erhalten