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§. 22L.
Fries, Flaus oder Coating ist gröber, dickerund langhaariger, als Tuch, übrigens ziemlich starkgewalkt, aber nur wenig gerauht und nur mit 1 bis3 Schnitten geschoren, daher vollkommen gedeckt. DieAppretur nach dem Scheeren besteht in heißem Pres»scn, Bürsten und endlich im Plätten mit großen er-hitzten Plätteisen, wodurch ein starker Glanz erhaltenwird. Um den Glanz zu erhöhen, wird der Stoffganz schwach mit dünnem Tragantschleim überbürstet,dann sogleich geglättet, hierauf in gleicher Weise Oli-venöl angewendet und das Plätten wiederholt. DemGewebe nach unterscheidet man glatten Coating, derwie Tuch mit zwei Schäften gearbeitet wird, und Kö-ver-Coating, der einen vierschäftigen Köper hat. La-dy-Coating ist ein feiner und leichter, nicht gekö-perter Fries. Düffel, Kalmuck oder Sibirienunterscheidet sich vom Köper-Coating nur durch dicke-res Gespinnst, festere Walke und etwas kürzer gescho-renes Haar.
tz. 224.
Molton, Molleton, Multon, dem Friesähnlich, wie dieser glatt oder geköpert, aber von leich-terer Walke, weshalb unter dem Haare das Gewebeetwas sichtbar ist.
tz. S25.
Flanell, glatt oder geköpert, aber von leichte-rer Walke, weshalb er nur auf der rechten Seite einMal gerauht und gar selten ein Mal geschoren wird.Die Kette besteht oft aus Kammwolle (zuweilen ausBaumwolle), der Einschuß aber stets aus kurzer Wolle,Lammwolle, Kämmlingen, aber auch aus Streichgarn.