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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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183
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I8S

Man hat nicht nur weiße, sondern auch buntstreisigeund gedruckte Flanelle.

h. 226.

Drap ist geköpert, beim Weben sehr stark mitder Lade angeschlagen, vorzüglich fest gewalkt, dahervon lederartiger Stärke und wasserdicht; im Uebrigenganz nach Art des Tuches appretirt. Köpertuchunterscheidet sich vom Drap durch die weniger großeDichtigkeit, worin es mit dem gewöhnlichen Tucheübereinstimmt.

Z. 227.

Papiermacher-Filz, aus grober Wolle undstarkem Gespinnste gearbeitet, geköpert, locker gewebt,schwach gewalkt, nicht gerauht und nicht geschoren.Dieser Stoff dient in den Papierfabriken als Zwischen-lage beim Kautschen der frisch geschöpften Papier-bogen, zu welchem Zweck er eine schwammige Beschaf-fenheit haben muß. Zum Schutz gegen Fäulniß inder beständigen Nässe beizt man ihn 24 Stundenlang in einem warmen Absude von Knappern oderEichenrinde, zieht ihn dann durch Kalkwasser und spültihn endlich in reinem Wasser aus, wodurch er einegelbbraune Farbe annimmt.

§. 228.

Rauher-Deckenzeug (Kotzen) zu Pferdedek-ken, Fuß- und Bettdecken, aus grober Wolle undmeist sehr grobem Gespinnst, glatt (wie Luch) odergeköpert gewebt, schwach gewalkt, aber sehr stark ge-rauht und nicht geschoren, daher mitpelzartig dichtemund langem Haare.