§. 261.
FreierWärme stoffsoder die sogenannte Wär-me) heißt derjenige, der auf unser Gefühl und aufdas Thermometer wirkt, und zwar, je höher letz-teres steigt, desto mehr ist freier Wärmestoff vorhanden.Wird z, B. auf gebrannten Kalk Wasser gegossen, sowird der gebundene Wärmestoff frei. Wird Indigoin Vitriolöl aufgelöst, so entbindet sich der im letztemgebundene Wärmestoff und wird frei.
tz. 262.
Wird der Wärmestoff plötzlich entwickelt, so daßein Theil desselben sich sehr schnell und der andere sichlangsamer bewegt, so daß wir Licht erblicken und Wärmeempfinden, so verbindet sich das strahlende Licht mitdem Sauerstoffgas der atmosphärischen Luft und esentsteht dadurch das Phänomen, welches wir Feuernennen. Aber ohne Einwirkung des Sauerstoffgasesder atmosphärischen Luft ist keine Verbrennung mög-lich. Darauf gründet sich die Nützlichkeit des Blase-balges, des Feuerbocks und des Rostes der Oeftn;so auch das Anspritzen des Fcuermatcrials mit Wasser,welches dabei in seine Bestandtheile, nämlich in Sauer-stoff und Wasserstoff, zersetzt wird.
Daraus ist nun zu schließen, daß bei entstande-ner Feuersbrunst durch zu wenig hinzugespritztes Was-ser das Feuer nur noch lebhafter wird, aber nicht ge-löscht werden kann.
tz. 263.
Vorn Verbrennen, Rauch, Rukf und Alche.
Man sagt von einem Körper, welcher durch dasFeuer ganz zerstört wird, er verbrenne. Indessenkann das Verbrennen eines Körpers eine Flammevon sich geben, aber auch nicht- — Wenn ein Körper