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verbrennt, so verwandeln sich seine flüchtigen Theile inDämpfe; diese werden fortgetrieben, aber durch die Be-rührung der kältern Luft werden sie wieder niederge-schlagen, steigen dann entweder als Rauch aufwärts,oder setzen sich als Ruß an die kälteren Körper an.Das, was vom verbrannten Körper zurückbleibt, nenntman Asche, und diese enthält die feuerbeständigen, er-digen und salzigen Stoffe des Körpers, welche durchAuslangen oder andere chemische Prozesse daraus er-halten werden.
§. 264.
Vom Verbrennender Körper ohne Flamme.
Wir haben so eben erwähnt, daß auch ein Kör-per verbrennen könne, ohne Flamme von sich zu ge-ben. Diese Art der Verbrennung, wobei aus einemKörper bloß Wärme entwickelt wird, beruhet auf derVeränderung des Körpers in seiner chemischen Mi-schung. Wir wissen aus Erfahrung, daß bei der Ent-mischung der organischen Körper (tz. 252.) durch Wäh-rung, wie auch bei dem Verwittern der Mineralien,z> B- der Vitriole, des Alauns, des Bleizuckers u- a.,immer Wärmestoff entwickelt wird. Wenn feuchteWolle, Garne, wollene Zeuge, feuchtes Heu,Mehl, Getreide u. dgl. anfangen in Gährung oderFäulniß überzugehen, so erhitzen sie sich und verbren-nen, theils ohne Flamme, theils brechen sie aber zuletztauch in Flamme aus. Dieser Gegenstand ist sehrwichtig und wohl zu beherzigen.
tz. 265.
Vom Sieden oder Kochen des watters undvon der Vampkbildung.
Wenn das Wasser, z. B. in einem Kessel, durchFeuer kochend gemacht wird, so entstehen anfänglich