kleine Bläschen an demjenigen Fleck des Kessels, wodas Feuer am wirksamsten ist, welche nach und nachaufsteigen und auf der Oberfläche zerplatzen. DieseBläschen werden bei fortwährender Feuerung und beierhöhter Temperatur des Wassers häufiger und größer,endlich wird das Wasser davon trübe oder undurch-sichtig, und das hineingetauchte Thermometer steigtimmer höher, und zuletzt kommt es in eine heftige,mit Geräusch begleitete Bewegung, und dieses Phäno-men nennt man das Kochen oder Si eben des Was-sers. In diesem Zustande des Wassers steigt das Ther-mometer auf 8V ° L. oder 212 ° k'. und nicht höher,weil das Wasser nicht fähig ist, einen höhern Gradder Erhitzung zu erlangen. Bleibt der Kessel währendder Zeit der Erhitzung des Wassers mit seinen Deckelngut verschlossen, so daß die kältere Luft davon abge-halten wird, und daß sich die warmen Dämpfe an-sammeln können, so kommt das Wasser viel eher zumKochen, als wenn dieß nicht geschieht. Wird der Kes-sel aber nicht mit seinen Deckeln verschlossen, so wirddie Menge des Wassers immer geringer, indem esdampfweis verschwindet, und der gemeine Mann sagtdabei: das Wasser siedet oder kochet ein.
§. 266 .
Der Anfang der Dampfbildung des Wassersereignet sich also auf dem Boden und an den Wän-den des Kessels, wo das Feuer am meisten wirket, amersten, indem sich ein Theil des Wassers mit der Wär-mematerie verbindet, dabei leichter und ausgedehntwird, als Dampf in die Höhe steigt, und das Wasserdadurch immer mehr und mehr erwärmt. Weil nundie Temperatur des Wassers immer zunimmt, und die-ses immer leichter wird, so können sich jene auf demBoden des Kessels erzeugenden Wasserdämpse in demnun leichter gewordenen Wasser nicht mehr erhalten