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Z. 291.
Aber im rohen und milden Zustande der Alka-lien können sie in vielen Fällen, und zur-Bereitungder Seife besonders nicht mit Vortheil angewendetwerden, sondern sie müssen erst von der Kohlensäurebefreit werden, um sie ätzend zu machen. Dieses ge-schieht nun auf folgende Art.
tz. 292.
was Kali (Pottasche) und Las Natron (Soda)iit;rnd ju machen.
Um diese Alkalien durch eine anhaltende Hitze desFeuers ätzend zu machen, würde zu langwierig undzu kostspielig sein; allein auf folgende Art erreicht manseinen Zweck am besten: Man löse z. B. 2 PfundPottasche oder Soda in 29 Pfund reinem warmemWasser, schüttet hierauf 3 Pfund gestoßenen gebrann-ten Kalk zu und läßt es ^ Stunde lang unter stetemUmrühren, wenn es sein kann, in einem eisernen Kes-sel kochen. Diese entstandene Auflösung siltrirt mandarauf durch reine Leinwand und verwahrt sie in ver-schlossenen Gefäßen. Das ist nun die sogenannte Aetz-lauge. Der Kalk hat sich hier mit der Kohlensäurechemisch verbunden und ist zu milder Kalkerde geworden.
tz. 293.
Von dem Ammoniak.
In dem reinsten Zustande ist das Ammoniakganz farblos, besitzt einen flüchtigen, stechenden, urin-haften Geruch; in mäßiger Wärme ist es vollkommenflüchtig; hat zu allen andern Stoffen die schwächsteAnziehung, und in neutraler Verbindung mit Säurenerhält man ganz eigene, im Feuer größtcntheils subli-mirbare Salze.