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Lauge handirt werden; und wenn diese Lauge zu kau-stisch und zu conzentrirt angewendet wird, daß sie auchgänzlich zerstört, ja in eine seifenartige Masse verwan-delt werden können.
x) Sie verbinden sich im atzenden Zustande mitdem Schwefel, und erzeugen damit geschwefeltesKali, oder die sogenannte Schwefelleber.
k) Im ätzenden Zustande und im Wasser gelöstlösen sie die Kieselerde auf, durch welche Verbin-dung dann im Feuer das Glas entsteht.
h. 289.
Das Pflanzenalkali unterscheidet sich vondem Mineralalkali oder der Soda dadurch, daß es
l) das Mineralalkali aus seinen Verbindun-gen trennt, indem es mit solchen Substanzen, mit wel-chen die Soda verbunden ist, eine nähere Verwandt-schaft, als diese hat.
2) Mit den sauren Salzen bildet es Körper voneigener Art und Beschaffenheit, und liefert an sich selbstbloß eine Schmierseife mit den Fetten und Oelen.
tz. 29V.
Das Natron oder die Soda kommt zwar inseinen allgemeinen Eigenschaften mit dem Kali (Pott-asche) vollkommen überein, aber in seinen specifischenEigenschaften ist es von jenem darin unterschieden:
1) In seiner schwächer» Anziehung zu andernStoffen.
2) Es bildet mit den Säuren eigenthümliche Neu-tralsalze.
3) Mit der atzenden Sodalauge bereitetman in Verbindung mit Fetten und Oelen sogleichSeife, ohne daß Kochsalz dabei angewendet werdenmuß, wie dieß der Fall ist, wenn man mit alkalischerAetzlaugr siedet.
IS*