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genannt wird und nichts anderes ist, als aufgelöst ge-wesener Kalk, der aber nur die Kohlensäure aus derLuft wieder angezogen hat und als roher kohlen-saurer Kalk wieder zu Boden fällt und wiederunwirksam geworden ist.
Z. 3V8.
Der Kalkstein nimmt durch das anhaltendeGlühen eine bedeutende Menge Licht- und Wär-en estoff in sich auf, sein Volumen wird vermindert,seine Härte nimmt zu, das Wasser und die Kohlen-saure werden ausgetrieben. In ihm entstehen großePores, die vorher nicht vorhanden waren. Wird nunWasser über den gebrannten Kalk gegossen, so dringtdieß mit Heftigkeit in die leeren Räume. Dadurchentsteht nun zwischen den Erd- und Wassertheilcheneine Friction, und der Licht- und Wärmestoff werdendaraus entbunden (§.260.) und erzeugen nun jenegroße Hitze.
Die Haupteigenschaft des Kalks beruht, wie wirschon oben erwähnt haben, darin, daß er den Alkalien(§. 286. u. w.), wie auch der Holzaschenlauge, dieKohlensäure entzieht und sie atzend macht, so daß siedie Eigenschaften, die Fette und Oele rc. in Seife zuverwandeln, erhalten. Auch ist er die einzige Sub-stanz, die Waidindigküpe in Ordnung zu erhalten undsie vor der Fäulniß zu schützen.
§. 309.
Von der Thon- oder Älaunerde.
Die Lh on erde findet sich im gewöhnlichen Thon,im Bolus, in der Walkerde rc. Mit Schwefelsäureverbunden macht sie einen Hauptbestandtheil des Alaunsaus. Im reinen Zustande ist sie farblos, sehr locker,hängt sich stark an die Zunge; mit Wasser gemengt