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erhält sie eine schlüpferige Beschaffenheit, ohne sichdarin aufzulösen, und im Feuer erhärtet sie, mit Ver-minderung ihres Volumens, ohne ätzend zu werden.
tz. 3lv.
Die Thonerde besitzt eine große Fähigkeit, sichmit den zu färbenden Stoffen und mit den Pigmen-ten zu verbinden; daher solche auch als Basis für diemeisten Farben der Vegetabilien in der Färberei ange-wendet wird. Indessen kann sie für sich den zu fär-benden Stoffen nicht als Basis mitgetheilt werden,sondern sie muß sich dann im gelösten Zustande derWolle und den wollenen Zeugen chemisch mittheilen,welches aber auch kochend geschehen muß. Aus die-sem Grunde werden in den Färbereien die Wolle undwollenen Zeuge mit Alaun, wo er erforderlich ist, an-gesotten. Wer sich von der wesentlichen Thonerdegern überzeugen will, der darf nur so lange Pottascheoder Soda in eine Alaunlösung nach und nach hinein-werfen, bis sich keine weißen Flocken daraus mehr nie-derschlagen. Diese Flüssigkeit wird dann von der nie-dergefallenen Thonerde durch Löschpapier absiltrirt, derSatz weiter mit Wasser übergössen, und endlich feuchtaufbewahrt oder getrocknet.
tz. 311.
Allgemeiner Begrikk von den Säuren und vondenjenigen, Welche der Schönfärber ge-braucht.
Säuren sind zusammengesetzte Körper, welche sichdurch folgende Eigenschaften auszeichnen:
s) Sie sind negativ-electrisch, d. h. sie scheiden sichaus ihren Verbindungen mit Basen am positiven Poleder Voltaischen Säule ab, obschon sie selbst durchElektricität in ihre Bestandtheile zerlegt werden.