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Z. 366.
Man kann eigentlich keine gewisse Erklärung vonden Erfolgen geben, die der Weinstein beim Färbenbewirkt, da er für sich weder eine Verbindung mitden zu färbenden Zeugen und Wollfasern, noch mitden Pigmenten, die zum Färben derselben angewendetwerden, eingehen kann, indem er keine Verwandtschaftzu ihnen hat; die Erfahrung hat uns aber belehrt,daß der Weinstein, wenn er mit den mineralischensauren Salzen, wie z. B. dem Alaun, der Vitriole,der Zinnauflösungen und des Zinnsalzes in Verbin-dung kommt, bewirkt, daß sie sich zum Theil ein-ander zersetzen, so daß die zum Theil frei werdendeSäure des Weinsteins mit den Basen genannter Salzesich verbindet und diese sich wieder mit den zu fär-benden Stoffen innig verbinden, und daß das freigewordene Kali des Weinsteins die frei gewordeneSäure jener Salze in ihren Wirkungen modisicirt.
tz. 367.
Daher kann man auch schwarz, holzb'au, grünu. dgl. färben, wenn man auch keinen Weinstein dabeianwendet; indessen ist auch gewiß, daß dann die Schwe-felsäure der schwefelsauren Salze, so wie auch dieSalz- und Salpetersäure der salz- und salpetersau-ren Salze nachtheilige Wirkungen auf die Wollfa-fern ausüben und selbst die Pigmente etwas nüan-ciren. Wendet man aber in gewissen Fällen, wo z.B- die Farbe Feuer erhalten soll, als beim Färbenmit Blauholz, zu viel Weinstein an, so wird er demLüster der Farbe nachtheilig. Wendet man hingegen,z-,B. bei den Holzblauen Farben, gar keinen Wein-stein an, so wird das Blau zu röthlich, beim Schwarz-farben mit Blauholz aber das Schwarz bräunlich