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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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Arbeit so lange fortgesetzt, bis nichts Grobes mehrzurückbleibt und der Zweck erreicht ist.

Abkühlen oder abschrecken sagt man, wenn manin die kochende oder heiße Färbeflotte kaltes Wassergießt, ehe man mit der Waare ein- oder ausgeht.

Abdunkeln oder schwärzen, die Waare, wennGallus oder eine andere adstringirende Substanzzu den Bestandtheilen der Farbe gehört, welche,wenn man mit dem Farben zu Ende ist, noch dunk-ler dargestellt weroen sollen, weswegen man dieWaare auf die Kummer windet, Eisenvitriol in dieFlotte wirst, diese umrührt und abkühlt, die Waaregeschwind hineindreht und so lange darin hin und herdreht, bis die Farbe dunkel genug geworden ist.

Abschäumen, das Färbebad, heißt so viel, alsden auf der Oberfläche des Färbebades entstandenenSchaum mit einem Durchschlag oder Besen abfan-gen, damit die Waare nicht fleckig werde.

Absieden, die Farbe, wenn man die Farbe von derWaare fortschafft oder abkocht, um eine andere dar-auf zu erzeugen.

Ab süßen (besser ab säuren), wenn man einer Flüs-sigkeit, oder z. B. der schwefelsauren Jndigauslösung,die überflüssige Säure benehmen will, welches mitKreide, präparirtem Marmor, Kalk, Pottasche oderSoda geschehen kann.

Ansetzen. Diesen Ausdruck braucht man, I) wennman eine Waid- oder Jndigküpe frisch anstellt; 2)wenn man ein Metall in Säure auflöst, z. B. eineZinnauflösung bereiten will-

An sieden heißt: wenn man die Waare mit einerBase versehen will und solche in einem Alaun- oderVitriolbade eine Zeit lang kochen läßt.

Aufkochen, wenn man das Ansott- oder Ansie-debad erst so lange kochen läßt, bis sich die Ma-terialien, z. B. der Alaun, der Weinstein u. dgl.,

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