Buch 
Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
Entstehung
Seite
278
JPEG-Download
 

mit einem solchen Haken, welcher aber unbeweglichist, worein ebenfalls das Tuch eingelegt wird, wennes ausgerungen werden soll. Außer dem Letzter»bedienen sich aber die meisten Färber des Holzes,womit sie die Waare aus der Küpe fangen, undstecken solches durch die Oehre des Tuches, so wiezwischen die Küpe und die Bürge oder Trage, woes einen festen Widerstandspunkt erhält.

Vierte Abtheilung.

Bon der Beschaffenheit des Farbereilokals; von den Fär-berei-Utenstlien und von dem Einmauern der Kesselund Küpe.

tz. 3?S.

Von der Getrhakkenheit des Färbereitokals.

Da die Beschaffenheit und Größe des Färberei-lokals bloß von dem Geschäftsbetrieb abhängt, so läßtsich im Allgemeinen nur Folgendes mittheilen:

Ein Färbereilokal muß geräumig, durch dasTageslicht erleuchtet und wenn es möglich ist, an einemfließenden Wasser befindlich sein, weil manche Waaresogleich gespült werden muß. — Und wenn ein Fa-brikant auch eine Waid- oder eine Indigküpe sich zu-legen will, so ist es nöthig, daß diese in einem eige-nen, an der Kesselfärberei angebauten Lokale angebrachtwird, worin sie von der freien Lust und von den Dün-sten der Kesselfärberei befreit bleibt.

Auch ist es höchst nöthig, daß beide Lokale mitSteinplatten oder mit Mauerziegeln gepflastert wer-