dert werden. Darnach werden die Zeuge von denWalzen abgewickelt, oder diese herausgezogen, undman wird sie von einem so schönen Ansehen finden,als wenn sie schon appretirt wären, welches die Wir-kung des Ausrollens und Brühens beweist; und die-ses Ansehen behalten sie auch nach dem Färben.Diese Operationen sind hier eben so wirksam, als dieheißen Wasserdämpfe beim Decatiren wollener Waare.Hernach werden die gebrühten Zeuge in Seifenwassergewaschen und dann in fließendem Wasser rein ge-spült, und hernach können sie gefärbt werden.
tz. 390.
Es giebt aber auch solche Zeuge, die man fett-gewebtc einfache Zeuge nennt, z. B. Tamis,Chalon, Soye, Creppe u. m. a. Diese wer-den aus fetten Garnen gewebt, und daher nicht nurden Leim oder die Schlichte, sondern auch ölige oderfettige Theile in sich enthalten, welche herausgeschafftwerden müssen, wenn sie fähig werden sollen, dieBasen und Pigmente aufzunehmen. Um diesen Zweckzu erreichen, bringt man sie in einen niedrigen Ka-sten, der aus einer Bohle mit darauf befestigten Lei-sten besteht und gerade so breit ist, als die größteBreite dieser Waare beträgt, breitet sie darin aus,schüttet lauwarme, aber schwache Aetzlauge (tz. 77.)darüber, und läßt sie 2 Stunden lang zugedeckt ste-hen. Alsdann leitet man diese Lauge ab, bringt einetwas starkes Seifenwasser darauf und stampft miteiner flachen Stampfe darauf herum, nimmt sie her-aus und spült sie im Flusse aus. Nachher werdensie nochmals auf Walzen gerollt und ganz so behan-delt, als im vorigen Paragraphen schon gesagt wordenist. Alsdann sind sie geschickt gefärbt zu werden.