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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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schädlich, weil sie sich sonst leicht überschlägt und kno-tig oder filzig wird, welches dann ein ungleichesGarn und knotiges Gewebe, wie auch einen größernAbgang verursacht;

5) muß sie nach dem Ansieden im Flusse gespült,und darf ebenfalls nicht in das kochende Färbebadgebracht werden;

6) ist sie ^ mehr als das Garn und ^ mehr alsdas Tuch an Materialien zum Ansieden und Aus-färben bedürftig.

7) Endlich verlangt die Wolle zum Ansiedenund beim Ausfärben viel Raum, denn sie darf nichtzu derb auf einander liegen.

Sechste Abtheilung.

Von der Erzeugung der blauen Farbe auf Wolle, wolleneGarne, Tuche und Zeuge.

tz. 395.

Die blaue Farbe kann auf verschiedene Artsowohl ächt, halbächt und unächt erzeugt werden.Die Mittel dazu sind der Indigo, der Waid, dasblausaure Eisenkali und das Campeche- oderBlauholz. Um das Blau auf Wolle und wol-lene Fabrikate ganz ächt zu erzeugen, so geschiehtdieß in einer der verschiedenen Küpen, nämlich: inder Waidküpe, in der Waidindigküpe, in derAetzkali - Jndigküpe, in der englischenSchnellküpe und in der Urin - Jndigküpe,und zwar durch Desoxydation und Auflösungdes Indigos. Was aber die Waid- und Waid-