Seite zieht sie unter der Küpenlauge an sich, stößt siefaltenweise unter auf den Trifft, und wenn diese Ar-beit zu Ende ist, dann ergreift er die Küpenhaken(tz. 379.) und hakt die Waare aus einander und anden Leisten derselben an sich, stößt sie unter, undwenn das Ende kommt, so hakt er sie wieder aufder andern Seite hinüber, und fährt mit dieser Ar-beit 4-4 Stunde lang so fort.
Hat die Waare auf dieß Mal genug gefärbt, sowird die Bürge (§. 374.) über die Küpe gelegt, dasRungzeug (§ 374.) eingesetzt, die Waare in derMaaße herausgefangen, daß sie 2 — 3 Mal in dieRunghaken gelegt werden kann, worauf sie ausgerun-gen, abgenommen und hin auf den Fußboden ge-worfen und ausgekühlt wird; diese Arbeit wird solange fortgesetzt, bis die Waare alle herausgenommenund ausgerungen worden ist. Dann wird sie einigeMale auf die Bürge und wieder herabgezogen, bissie ganz vergrunt hat (h. 374.), und wenn sie nochnicht dunkel genug geblaut ist, was auch nichtsein darf, so wird diese Arbeit in Allem noch I bis2 Mal und wohl noch öfter wiederholt, bis sie dun-kel genug geworden ist. Das Uebrige ist schon oben(tz. 399.) gesagt worden. Soll auch den andern odermehrere Tage nach einander geblaut werden, so mußdie Küpe auch alle Abende erhitzt werden.
h 40,.
vom Erwärmen und Verwärmen der Küpe.
Beim Erwärmen der Küpe bekommt sie bloß1—2 Feuer, und wenn es nöthig ist, etwas Pottascheoder Kalk, oder etwas Krapp und Weizenkleie, aberkeinen Indigo.
Aber durch das öftere Färben in der Küpenimmt nach und nach der Färbestoff ab, und die