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Lauge verliert auch den nöthigen Grad der Kausticitätund der Concentration, deswegen sie wieder Indigo,Pottasche, Krapp und Weizenkleie erhalten muß, wasman eigentlich das Verwärmen der Küpe nennt-Man bringt hier in diesem Fall die Küpe, wie beimAnsetzen, in den gehörigen Grad der Wärme, gießt8—4 Pfd. abgeriebenen Indigo hinein, setzt auf jedesPfund desselben 1 Pfd. Krapp, I Pfd. Weizenkleieund 2—3 Pfd. Pottasche zu, beobachtet Alles so, wiebei dem Anstellen derselben, und schärft sie dannauch so mit Kalk aus. — Diese Behandlung kanndes Jahres, wenn nicht alltäglich und viel Waaredarin geblaut wird, mehrere Male wiederholt werden.
H. 4«2.
Einige Bemerkungen kür den Unerfahrenenin der Küpenkärberei.
1) Diejenige Person, welche das Tuch o. dgl.hinein in die Küpe giebt, muß dieses nur abschiebendthun, damit keine Falte über die andere zu liegenkommt, weil sich sonst die Luft leicht dazwischen ver-fängt, welches dann auf diesen Stellen leicht Fleckenverursacht; und wenn dieses ja geschehen sein sollte,so muß der Blauer die Luft daraus zu vertreiben suchen-
2) Der Blauer muß die Waare während desFärbens beständig unter der Lauge zu erhalten suchen,damit sie nicht mit der Luft in Berührung kommeund Sauerstoff einsauge, welches ebenfalls dunklereStellen und eine ungleich gefärbte Waare erzeugenwürde.
3) Wenn sich die Lust auf obige Art verfängt,so entstehen die dunkleren Flecke nicht auf der Ober-fläche, sondern auf der Unterseite der Waare. Dahermuß jederzeit die gute Seite derselben obenauf und dielinke Seite unten ^u liegen kommen, um jenen Fleckenauszuweichen, weil diese auf der linken Seite der