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ist es am besten, daß man sie ausleert und eine frischeanstellt. Dieß geschieht, sobald sich die Küpenlaugerecht schön abgeklärt hat; dann schöpft man die klareLauge so lange ab in andere Fässer, bis sie anfängtdick zu werden; die übrige sammt allem Bodensatzgießt man weg. Die aufbewahrte alte Lauge aberkann wieder zur Anstellung einer frischen Küpe benutztund ein Theil Pottasche dabei erspart werden. Auchkann der Bodensatz, wenn er sich zu stark anhäuftund die Küpe länger benutzt werden soll, auf eine schick-liche Art zum Theil herausgefangen werden.
h. 4V3.
Von der englischen Schnellküpe jur Wollen-kärberei.
Eine Küpe von obiger Größe (§. 396.) wird mitWasser gefüllt und solches bis 59° k. erhitzt. Dannwirft man 3 Pfd. Pottasche, 2 Pfd. zubereiteten Kalkund I Pfd. Eisenvitriol hinein, um eine schwache Laugezu bilden, damit sich hernach der Indigo nicht nieder-schlage.
Alsdann gießt man 5 Psd. abgeriebenen Indigo(tz.374.) in einen kleinen Kessel, worein 4—5 Hand-eimer Wasser gehen, erhitzt ihn bis zu 59" K., wirft19 Pfd. gebrannten Kalk, 19 Pfd. Pottasche, 6 Pfd.Eisenvitriol (schwarzes Kupserwasser) und 3 Pfd. Oper-ment (h. 368.) in fein abgeriebenem Zustande hinein,rührt Alles sehr gut und so lange um, bis die Masseeine schöne zeisiggrüne Farbe und obenauf eine schönekupferige, blaue Haut erhält, und man durch einenstarken Ammoniakgeruch überzeugt wird, daß die Auf-lösung des Jndigo's vollendet ist. Ist dieß geschehen,so gießt man die Jndigoauflösung in die Küpe, rührtsie recht durch einander, deckt sie gut zu, wiederholt dasAufrühren noch einige Male und läßt sie über Nachtruhig stehen. Sollte des Morgens die Küpenlauge