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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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301
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keine schöne gelbgrüne Farbe angenommen haben, sosetzt man entweder noch 1 Pfd. abgeriebenes Oper-ment, oder 2 Pfd. Kupferwasser zu. Hat die Laugeaber eine schöne gelbgrüne Farbe und ist sie klar, sokann sogleich eingeblaut werden.

§- 404 .

Das Färben der Wolle und wollenen Waaregeschieht eben auf diese Art, wie oben (§. 399.).

Nimmt die Lauge unter oder nach dem Färbeneine dunklere grüne, oder gar blaugrüne Farbe an,so setzt man derselben 1—2 Pfund Kupferwaffer oderOperment zu; bekommt sie aber eine blaßgelbe Farbe,so giebt man ihr Pottasche und Kalk, rührt sie in bei-den Fällen unter einander und erhält sie warm.

tz. 4VS.

Noch einige Semerkungen hier;».

1) Wir haben die Bemerkung gemacht, daß dieseKüpe etwas scharf geführt werden muß, wenn die Farbegegen die Seifenwäsche und Walke haltbar genug wer-den soll.

2) Das bloße Wasser scheint ebenfalls nicht hin-länglich zu sein, die gefärbte Waare vorn Kalk undEisenoxyd hinlänglich zu befreien. Wir fanden daherfür gut, selbige zuvor in ein Wasser zu bringen, wor-in so viel Schwefelsäure sich befand, daß es einen ge-lind säuerlichen Geschmack bekommen hatte, und dannmuß sie im Flusse rein ausgespült werden.

3) Auch ist es anzurathen, den Kalk für sich imheißen Wasser zu löschen und den Kalkbrei dem In-diz zuzusetzen, damit die etwaigen groben und unge-löschten Kalksteine zurückbleiben, und wenn solche vor-handen sein sollten, so muß man diese durch andernKalk ersetzen.