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4 ) Erstlich muß eigentlich der Eisenvitriol, danndie Pottasche, hernach der Kalk und endlich das Oper-ment dem abgeriebenen Indigo zugesetzt werden. Wennsich letzterer aufgelöst hat, so gießt man ihn in dieKüpe, spült den Kessel gut aus und gießt auch diesesSpülwasser hinein.
5) Diese Küpe wird ebenfalls erwärmt undverwärmr, wenn man will. Jedes Mal nimmt manauf 1 Pfund Indigo, 14 Pfund Eisenvitriol, 2 PfundPottasche, 2 Pfund Kalk und 4 Pfund Operment.
6) Einige Artisten machen den Küpenansatz auchso: Auf jedes Pfund Indigo nehmen sie 1 PfundKalk, 1 Pfund Pottasche und 14 Pfund Opermentund keinen Vitriol. Andere nehmen auf 1 Pfund In-digo, 14- Pfund Eisenvitriol, 4 Pfund Operment, 5Pfund Kalk und 2 Pfund Pottasche.
7) Die Küpenlauge muß zum Färben beständigschön gelbgrün sehen und beim Aufrühren eine schönekupferfarbene blaue Blume zeigen. Alle Abende mußsie aufgerührt werden, und dann kann den andernTag darin gefärbt werden, ohne daß sie dazwischen auf-gerührt wird.
tz. 408.
Von der Urin- oder Harnküpe.
Diese Küpe ist den Luchfabrikanten zum Theilschon längst bekannt gewesen und zum Ausblauen derWolle gebraucht worden. Mit 1 Pfund Indigo kön-nen 36 Pfund gereinigte Wolle mittelblau und 2VPfund hellblau und sehr haltbar gefärbt werden.
Um sie anzusetzen, gießt man in ein dazu be-stimmtes Faß 14 bis 15 Handeimer 68° L. heißen,faulen Urin, schäumt ihn ab, gießt eine Abkochung von1 Pfund Krapp und 1 Pfund Weizenkleie in altemUrin hinzu, wie auch 1 Pfund in Urin gestoßenen und