SOS
sie noch ein Mal um, läßt sie noch so lange kochen,bis die Farbe ganz gleichförmig auf der Waare sichzeigt, haspelt sie auf, setzt dem Bade auf obige Artnoch etwas Indiz zu, dreht die Waare wieder hineinund handirt sie noch so lange darin, bis sich der In-digo aufgefärbt hat. Dann wird sie herausgehaspelt,auf die Trage gezogen, verkühlt und in reinem Was-ser ausgespült.
Nach dieser Methode können nicht nur Tuche,sondern auch nach den oben angegebenen Vorschriften(HZ. 388. 3!>2.) Garne und allerhand wollene Zeugechemisch-blau gefärbt werden.
tz. 413.
Anmerkungen.
Obiges Chemisch-Blau kann aber auch sodargestellt werden, daß man nach dem Netzen derWaare die Materialien zum Ansott und die Indigo-auflösung zugleich in den Kessel bringt und dannganz so handelt, wie oben gelehrt worden ist. Dochist die erstere Methode vorzüglicher; und wenn manrecht accurat arbeiten und die Zeit und das Brenn-material daran wenden will, so kann man die Waareerstlich ansieden, den Ansott wegschütten und sie ineinem eigenen Färbebad auf die obige Art blaufärben.
tz 414.
Das rückständige Färbebad kann dann,nach beiden Methoden, wenn mehr Wasser zugeschüt-tet und mehr Färbestoffe zugesetzt werden, immer nochk—2 Mal zum Färben solcher Waare, und auch nachAbstufungen, gebraucht werden.
Setzt man dem rückständigen Färbebad Etwasvon Alaun oder Weinstein, Persio oder Krapp,