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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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311
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S1I

tz. 417.

Halbächtes Dunkelblau.

Auf 16 Pfund Tuch oder dergl. Waare.

Man macht den mit hinlänglichem Wasser ge-füllten Kessel kochend heiß, löst Pfund Alaun,^ Pfund Weinstein und I Loth Zinnsalz darin, kühltdas Bad mit kaltem Wasser ab, lummert die in derIndigküpe angeblaute und gespülte Waare hinein,lummert sie einige Male hin und her, läßt sie dann1^—2 Stunden lang gut kochen, lummert sie unterdieser Zeit einige Male um, kühlt das Bad ab, gehtmit der Waare aus, verkühlt und spült sie im Flusseaus; letzteres aber nicht eher, bis sie ausgefärbt wer-den soll.

§. 418 .

Von dem Ausfärben der in der Indigküpeund mit der Indigaukl ötung angeblaute»und angekottenen wollenen Waare.

Nicht nur die in der Indigküpe angeblaute undauf obige Art angesottene Waare, sondern auch diemit schwefelsaurem Indigo geblaute und wiedort (h. 412.) angesottene Waare kann nun auf fol-gende Art dunkelblau gefärbt werden.

In einem dazu passenden Kessel mit Wasserkocht man 8—12 Pfund Blauholz in einem Säckchen2 Stunden lang aus, gießt die Auskochung halb abin ein dazu bestimmtes Gefäß, füllt den Kessel wie-der mit Wasser voll, macht das Bad handheiß, undlummert die auf obige Art angeblaute und angesot-tene Waare sehr geschwind hinein und behandelt sienach tz. 387. Nun lummert man die Waare auf,sieht nach, ob sie dunkel genug und das Blauholzbaderschöpft ist. Ist sie noch nicht dunkel genug und