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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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312
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das Blauholzbad ist erschöpft, so gießt man noch1—2 Eimer Blauholzbrühe zu und wiederholt dievorige Arbeit. Ist die Waare aber dunkel genug ge-färbt, so nimmt man sie heraus, verkühlt und spültsie im Flusse gut aus.

8- 419.

Anmerkungen.

1) Ist die Waare mittelblau oder tieferangeblaut, so braucht der Ansott nicht so stark zusein, als wenn sie nur hellblau oder gar weißwäre. Im erstem Fall braucht das Blauholzbadnicht so stark zu sein als im letztem.

2) Ist die Waare mittelblau, oder tieferangeblaut, so nimmt man zum Ansott auf 1 PfundWaare nur 3—4 Loth Alaun, 1 —14 Loth Weinstein,und wenn das Blau recht seuerig und lieblich werdensoll, auch 1 Quentchen Zinnsalz oder 4 Loth Zinn-auflösung (tz. 324.).

3) Ist die Waare nur hellblau angeblautoder sollte noch weiß sein, so kann man auf 1 Pfd.derselben 4 — 5 Loth Alaun, 1^ bis 2 Loth Wein-stein, 1 — 2 Quentchen Kupfervitriol (§. 359.), 1—2Quentchen Eisenvitriol (tz.35?.), und wenn das Blauhaltbarer und lebhafter werden soll, auch noch x bis4 Quentchen Zinnsalz oder ^ —4 Quentchen Zinn-auflösung und ^ Quentchen Schwefelsäure zum An-sott nehmen.

Soll das Blau aber dunkler und nicht soseuerig, sondern noch eher schwärzlich werden, so laßtman das Zinnsalz, sowie die Zinnauflösung und dieSchwefelsäure ganz weg, ja, man kann sogar dasGewicht des Alauns vermindern und das des Vitriolsnoch vergrößern.