SIS
4) Zum Loden- oder Waschtuch - Farbenwird der Ansott nach der obigen Bemerkung Nr. Szusammengesetzt, aber das Gewicht der Substanzenkann und muß noch verstärkt werden, damit dasBlauholz so befestiget wird, daß es die Walke mehraushalten kann. Diese Bemerkung ist auch für diezu färbende
Wolle zu dunkelblau anzuwenden.
Beim Ausfärben des Lodens und derWolle mit Blauholz muß, wenn beide dunkel genugzu sein scheinen, im erstem Fall ein Pröbchen davonabgeschnitten, in warmen alten Urin und Lauge ge-legt und dann mit Seife so lange gewaschen werden,bis die Seife nicht mehr dabei gefärbt wird, sondernweiß bleibt; und im zweiten Fall wird die Wollezusammengefilzt wie Luch, was leicht zu bewirken ist.
Hat man dieß mit beiden so gemacht, und dieFarbe wäre viel zu hell darauf geworden, so mußin beiden Fällen noch mehr Blauholzbrühe zugesetztund aufgefärbt werden, bis die Loden- und Wolle-probe nach obiger Behandlung so dunkel bleibt, alsdas ganze Stück Loden, oder das Tuch aus dergefärbten Wolle nach der Walke ausfallen soll.
Diese Versuche haben wir alle Mal für diesichersten Beweise des Gelingens befunden und dieseMethode ist nicht nur auf blau, sondern auf jedeandere Farbe anwendbar.
5) Zum schnellern Auffärben des Färbestoffesund um eine gleichförmigere intensive Farbe zu erhal-ten, muß die gewebte Waare nicht in einer Tourfort und ausgefärbt werden, sondern man muß sie1 — 2 Mal aufhaspeln und auf dem Färbebock ver-kühlen, damit sie Sauerstoff aus der Luft einsaugenkann, und dann muß sie wieder in das Färbebad ge-bracht und völlig ausgefärbt werden.
v) Diese Bemerkung (Nr. S.) gilt nicht nur für