tz. 426.
Vemrrkungen.
I) Das Kochen der Krappflotte ist der Krapp-farbe hockst schädlich, weil sich in dieser Temperaturdie fahlsärbenden Bestandtheile des Krapps auflösen,mit auffärben und das Roth verderben. Besser thutman, wenn die Waare schon aus dem Färbebad ge-nommen wird, ehe es 75° k. erreicht.
L) Soll das Krapproth ins Scharlachrothespielen, so setzt man dem Krappbade gleich anfänglicheine Abkochung von ! bis 2 Loth Quercitronrindeauf 1 Pfund Waare zu, oder statt dessen etwas inZinnauflösung eingeweichte Cochenille.
3) Um das Krapproth aber ins Blutrothezu verändern, so darf man zuletzt dem Krappbad nurI—2 Loth Pottasche xr. Pfund W., oder statt dessenalten faulen Urin oder Ammoniakflüssigkeit (h- 295.)zusetzen und die Waare darin durcharbeiten.
4) Wird ein dunkles Krapproth verlangt,so siedet man die Waare bloß mit Alaun und Wein-stein an. Nach dem Ausfärben im Krappbade ge-handelt man die rothe Waare in Kalkwasser.
tz. 427.
Holjroth, Fernambukroth.
Auf 16 Pfund Flanell u. dgl. W.
In einem Kessel mit reinem Wasser kocht man3^ Pfund Visettholz aus, löst 2H. Pfund Alaun undH Pfund Weinstein darin, läßt das Bad aufkochen,geht mit der Waare hinein, handirt sie 4 Stundelang und läßt sie 1 Stunde lang kochen, lummertsie dazwischen einige Male um, geht dann damitaus, verkühlt sie und bewahrt sie zugedeckt an einemkühlen Orte auf, bis sie gespült wird. Kann die