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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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319
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angesottene Waare mehrere Lage ungespült und un-ausgefärbt bleiben, so ist es desto besser.

tz. 428.

Das Ausfärben.

Der gereinigte Kessel wird mit reinem Wassergefüllt und 1 Säckchen mit 4 Pfund Fernambukoder 8 Pfund Rothholz hineingeworfen- Wenn derKessel anfängt zu kochen, so nimmt man den Sackwieder heraus, kühlt den Kessel ab, dreht die gespülteWaare geschwind hinein und haspelt sie so langehin und her, bis das Bad fast entfärbt ist.

Nun wird die Waare aufgehaspelt, der Färbe-sack wieder hineingethan und ^ Stunde lang ausge-kocht. Man nimmt den Sack wieder heraus, gießt2 Eimer Wasser zu und haspelt die Waare wiederhinein, und handirt sie wieder so lange darin hin undher, bis das Bad wieder hell geworden ist. Manhaspelt die Waare abermals aus und kocht den Sackmit dem Färbeholz noch 4 Stunde lang aus. DerSack wird wieder herausgenommen, 2 Eimer Wasserwerden darüber weg und in den Kessel geschüttet. Daraufhaspelt man die Waare wieder hinein und I Stundelang hin und her, bis das Färbebad wieder entfärbtist. Nun wird die Waare herausgenommen, verkühltund in reinem Wasser gespült. Nur auf diese Weiseerhält man ein Roth, welches dem schönsten Ponceau-roth gleichkommt.

tz. 429.

Gemerkungen.

1) Um ein schönes, feuriges Holzroth zu erzeu-gen, darf die Waare ebenfalls nicht kochend behandeltund ausgefärbt werden, sonst erhält dasselbe einbräunliches Ansehen.