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2) Soll dieses Roth aber ins Blonde spielen,so dürfen keine gelbfärbenden Substanzen dabei an-gewendet werden.
3) Wenn das Roth nicht schön und bräunlichgeworden wäre, so darf man dem Färbebad nur 8bis 12 Loth weißen Arsenik, welchen man in einemMörser mit Rothflotte abgerieben hat, zusetzen, dieFlotte aufkochen lassen, sie mit Wasser abkühlen undaufrühren, woraus die Waare wieder hineingedrehtund so lange handirt wird, bis sie schöner gewordenist. Allein die auf diese Art behandelte Waare mußja sehr rein ausgespült werden, damit kein Arsenikdarin bleibt und beim Trocknen Staub verursacht,welches schädlich werden könnte. Besser ist es, wennman gar keinen Gebrauch von diesem giftigen Kör-per macht.
§. 430.
Hol;roth, auk 10 Pkund Zeug oder Merinos.
Wenn das Wasser im Kessel kocht, löst man 2SPfund Alaun und 12 Loth Weinstein darin auf,bringt den Zeug hinein, läßt ihn 2 Stunden langkochen, geht aus und spült ihn sehr rein; weil dieKämmgarnzeuge aber nicht so leicht rein werden, somüssen sie ausgeklopft, oder gepantscht, werden, bissie rein sind; der Färber, der aus dem Sott nichtrein spült, ehe er die Waare ins Färbebad bringt,wird nie etwas Gescheites hervorbringen. Denn die-jenigen Salztheile, die sich mit den Fasern der Waarenicht innig verbunden haben und bloß mechanischankleben, gehen im Färbebad ab, lösen sich auf undverderben die Färbeflotte.
Zum Färbebad bestellt man einen frischen Kes-sel und kocht darin 2^ Pfund guten Fernambukaus, kühlt das Bad ab bis zur Handwärme, bringt