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Das Kochen der Waare muß aber nur langsamgeschehen, wenn die Farbe recht schön werden soll.Dann wird die Waare im Flusse oder in einer Wannemit reinem Wasser gespült. Das ist die wohlfeilsteund leichteste Methode der ganzen Scharlachfärberei.
tz. 436.
Scharlachroth aus Cochenille.
Auf HO Pfund Garne.
Ein sehr reiner Kessel, der gegen 16—18 Hand-eimer Wasser faßt, wird kochend gemacht und die Ab-kochung von z Pfund Quercitronrinde hinzu gegossen.Dann setzt man 26 Loth Weinsteinkrystall und vonder nachfolgenden Zinnauflösung (h. 437.) ^ Pfundhinzu, rührt die Lösung um, hängt die Garne hineinund läßt sie so lange kochen, bis sie eine gleichförmigegelbe Farbe angenommen haben. Dann nimmt mandie Garne heraus und thut den vierten Theil vonder nachfolgenden, vorbereiteten Cochenille hinein, läßtsie aufwallen, kühlt das Bad ab, hängt die Garnewieder hinein und läßt sie so lange langsam kochen,bis die Flotte farblos ist, und handelt noch 3 Malauf diese Art (tz. 435.). Man sucht das starke Kochenzu verhindern, und binnen einer Stunde ist Alles ge-schehen.
Ist die Cochenille ganz aufgefärbt, so läßt mandie Garne abfallen, drückt sie unter und läßt sie solange im Bade liegen, bis dieses kalt geworden ist-Dann nimmt man es heraus, schüttelt es aus und spültes so lange, bis das Wasser von dem Zinnoxyd nichtmehr weiß gefärbt wird.
Hierzu werden 26 Loth Cochenille fein gemahlenoder gestoßen und in einen Topf gethan, 1 Pfundvon der folgenden Zinnauslösung wird darauf gegossen,umgerührt,! Stunde stehen gelassen und dann werden noch