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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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341
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Bad ab, gießt nach Belieben Jndigauflösung hinein,dreht das Tuch wieder hinein, handirt es und läßtes dann so lange kochen, bis es egal und dunkel ge-nug ist; sollte es aber noch am Jung fehlen, somuß noch etwas davon zugesetzt und die Waare lan-ger gefärbt werden. Setzt man die letzte Zeit 1—2Pfunv Curcumä dem Bade zu und läßt es noch län-ger mit einander kochen, so wird die Farbe nochschöner. Binnen 2 Stunden muß die Färbung voll-endet sein. Dann wird es gespült.

h. 474.

Ganz-Dunkel-Grün, auf 32 Pfund Tuch.

Dieses Grün wird anfänglich ganz so gefärbt,wie das obige, wenn es aber bald fertig ist, so setztman noch die Abkochung von 3—4 Pfund Blauholzzu, läßt es wieder kochen, und wenn es dunkel ge-nug ist, so nimmt man es heraus, verkühlt und spültes aus.

tz 475.

Kullitch-Grün, auf 82 Pfund Tuch.

Auf diese Farbe wird anfänglich gefärbt wieoben tz. 473. Zuletzt setzt man dem Grünbade 1—2Pfund Curcumä zu, so daß es ein Mittelgrün wird;wenn es nach obiger Art fertig ist, wird es verkühltund gespült.

Darnach wird ein frischer Kessel mit Wasser be-stellt; man macht es handheiß, gießt Blauholzbrühe zu,welches in einigen Malen geschieht, bringt das grüneTuch hinein und kümmert es so lange darin hin undher, bis das Bad ansängt zu sieden. Wenn es dun-kn genug ist, so nimmt man es heraus, verkühlt undspult es rein.