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Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
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tz. 476.

Grün ohne Änlott mit Cluercitronrinde.

Auf 22 Pfund Tuch u. dgl. W.

Man kocht 64 Pfund Quercitronrinde 4 Stundelang aus, kühlt das Bad ab, gießt IZ Pfund Zinn-auflösung (h. 326,) hinein und löst darin 4 Pfd. gest.Weinstein, gießt nun so viel Jndigauflösung zu, alses genug zu sein scheint, kühlt das Bad ab, drehtdas Luch geschwind hinein und hin und her, undzwar so lange, bis die Waare fertig und schön grünist. Kochen darf das Bad absolut nicht; auf eineandere Art kann auch kein schönes Grün aus derQuereitron erhalten werden. Die Waare wird danngespült.

8- 477.

Oliven- Grün.

Auf 32 Pfund weißes Tuch u. dgl.

Man kocht in einem Kessel einen Sack mit 12Pfund Gelbholz I s Stunde lang aus, löst 44 PfundAlaun und 4 Pfund Weinstein darin, kühlt das Badab, gießt Jndigauflösung, bis das Bad schön grünsieht, dreht das Luch hinein und handlet es so lange,bis der Jndig aufgefärbt ist; dann gießt man nochmehr Jndig zu und macht es wieder so; läßt dasTuch nun so lange kochen, bis es ein sattes Grünerhalten hat und gleichförmig gefärbt ist, dann gehtman aus. verkühlt und spült es.

Nun bereitet man einen frischen Kessel, machtdas Wasser handheiß, wirft 14 — 2 Pfund gutenKrapp hinein und haspelt das grüne Tuch so langedarin durch, bis das Grün bräunlich oder zu oliven-grün geworden ist, dann wird es wieder verkühlt undrein gespült.