Buch 
Alle Arten der Schafwolle : ihrer Natur und Beschaffenheit nach, leicht kennen zu lernen und solche zu verarbeiten oder theoretisch-praktische Belehrungen für Tuch-, Zeug- und Strumpf-Fabrikanten, Wolleinkäufer, Wollsortirer, Wollkämmer und deren Gesellen und Lehrlinge : enthaltend: gründliche Kenntnisse von der Natur und Beschaffenheit aller Arten von Schafwolle, deren Verarbeitung zu Garnen, Tuchen und Zeugen... / herausgegeben vom Tuchfabrikanten, Kunst- und Schönfärber Carl Friedrich Scherf
Entstehung
Seite
366
JPEG-Download
 

«66

nen Malen etwas Blauholzbrühe zu, und färbt dirWaare so lange darin, bis sie schieferblau sieht; dannwird sie herausgenommen, verkühlt, gespült und ge-pantscht.

H. 522.

Ganz dunkrteChoeoladekarbr.

Auf 10 Pfund Zeuge.

Wenn das Wasser im Kessel kocht, so gießt mandie Brühe von 2 Pfund Gelbholz hinein, löst darin14 Psund Alaun und 4 Pfund Weinstein, und gießtnoch so viel Jndigauslösung zu, als wenn man einDunkelgrün färben wollte, dreht die Zeuge hinein,handirt sie eine halbe Viertelstunde lang und läßt siedann 2 Stunden oder so lange kochen, bis die Farbeegal ist; dann werden sie herausgenommen und bloßverkühlt; die Farbe muß jetzt ein Blaugrün fein,denn sie darf nicht zu viel Gilbe haben, sonst würdees ein Kaffeebraun; nun bereitet man einen frischenKessel mit Wasser, macht es handheiß, gießt Fernam-buk- oder Rothholzbrühe hinein, so viel als genugist, lummert die Waare wieder hinein und so langehin und her, bis die Farbe da ist; ist die Farbe abernoch nicht gut, so setzt man mehr Rothholzbrühe zu,und arbeitet die Waare noch so lange darin durch,bis sie recht ist; dann wird sie herausgenommen,verkühlt, gespült und gepantscht.