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1 (1837) Erster Theil, den Strassen- und Pflasterbau, dann den Brückenbau enthaltend / von J.M. Voit
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gentheil mehrere eifrige Pomologen gaben schon aufmun-ternde Beispiele, wie weit man es im Allgemeinen in derObstcultur bringen könnte, wenn man ohne Borurtheilzu Werke gienge, und den Nutzen davon einsehen wollte.

Ueber die Frage: ob unsere Landstraßen mit Obstbäu-men bepflanzt werden sollen, ist man noch nicht ganzeinig, und Viele wollen für Pappeln, Linden, Vogel-beerbäume u. dgl. stimmen.

Manche Techniker geben den Pappeln deßwegen denVorzug, weil sie ihre Aeste nicht ausbreiten, sondern indie Höhe tragen und damit das Austrocknen der Straßenicht verhindern. Diese Angabe ist nicht ohne Grund undPappeln schicken sich an Straßen, welche nicht weit überdas Terrain erhöht sind, und schon deßwegen nicht gernaustrocknen. Hingegen solche Straßen, welche sich 2 5Fuß über das Terrain erheben, können füglich mit Obst-bäumen bepflanzt werden, zumal wenn man sie 50 bis 56Fuß auseinander setzt. Ihres Nutzens wegen verdienenObstbäume vor allen den Vorzug, und wegen ihrer nachden Jahreszeiten abwechselnden Schönheit, verdienen sieebenfalls in die erste Klasse gesetzt zu werden. Obstbäumeverbreiten zwar ihre Krone und geben Schatten, aberdoch nicht so viel wie wilde Kastanien, Linden u. dgl.und sie verhindern das Austrocknen der Straße nicht sosehr wie diese.

Alle Bäume verlangen nach der Verschiedenheit ihrerGattung, einen angemessenen Boden, ryrd nach dem Bo-den muß die Wahl der Bäume entschieden werden.

Werden die Bäume an den Straßen kunstmäßig ge-setzt und gepflegt, und stehen sie unter der Aufsicht flei-ßiger Wegmacher, so gedeihen sie; aber leider! werden inunserer Gegend noch ungeheuer viele Baumfrevel begangen-Wie diesen abzuhelfen ist, gehört nicht hieher. Bäumewerden zur Sicherheit der Passage bei Tag und Nacht,