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1 (1837) Erster Theil, den Strassen- und Pflasterbau, dann den Brückenbau enthaltend / von J.M. Voit
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351
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so wird die Grundmauer auf dem Roste oder dem Bodendesselben nach und nach ausgemauert. Je höher das Mau-erwerk im Kasten anwachst, desto tiefer sinkt derselbe, bis' er endlich die geebnete Fläche oder die Pfähle des RosteSerreicht.

Um Sicherheit von der richtigen Lage des Kastenszu erhalten kann man, da zwischen dem Mauerwerke undden Kastenwänden ein Raum bleibt, Wasser in den Ka-sten eindringen lassen, zu welchem Ende ein Zapfenlochin eine Kastenwand gebohrt wird. Füllt sich der Kastenum das Mauerwerk herum mit Wasser, so wird er sichvollkommen setzen. Nachher kann man das Zapfenlochschließen und das Wasser ausschöpfen.

§. 161.

Vom Bau der Pfahlroste.

Ein Pfahlrost besteht aus Pfahlreihen welche in denBoden gerammt werden. Dergleichen Pfahle werden un-mittelbar über dem Boden abgeschnitten und sie heißenGrundpfahle. Wenn aber Pfähle länger aus dem Bo-den heraus stehen, wie z. B. bei Pfahljochen oder Be-schlachten, so heißen sie Langpfähle.

Grundpfähle werden rund gelassen und nur von derRinde und von vorstehenden Aesten befreit, daß sie lieberin den Boden dringen. Die Stärke der Pfahle, so wiedie Entfernung einer Pfahlreihe von der andern, und dieEntfernung eines Pfahles von dem andern,' dann ebenso deren Länge, wird von der Beschaffenheit des Bodens,worauf gegründet wird, und von dem Umfange und derLast des aufzusetzenden Mauerwerkes bedingt. Uebrigenswerden die eingerammten Pfahle mit Schwellen und Zwin-gen miteinander verbunden, und wenn nicht mit Senkka-sten gegründet wird, ein eigentlicher Schwellrost gelegt.

Das untere Ende der Pfähle wird vierseitig zugespitzt.