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J.C. Schweizer's Fremdwörterbuch : zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten, besonders in Bezug auf Alterthumskunde, Geschichte, Medizin, Rechtswissenschaft und Technologie
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Gar^on.

trächtigt wird, beizustehen. Garantieeiner Verfassung, das Versprechenund die Verbindlichkeit eines Staates, dieVerfassung eines andern zu schützen, unddemselben, wenn er beunruhigt wurde,beiznllehe». — garnntiren, Bürge sein,Gewahr leisten, für etwas gut stehe».

Garro» (franz. sprich: Garssong),1. Junggeselle, inwerheiratheter Mann,daher: en gar-d lebe», als Junggeselleleben; 2. Kellner in den Gasthöfe» undKaffeehäusern.

(Farbe (franz.), Wache, Schntzwache;vorzüglich ein besonderes Corps Soldaten,die sich sowohl durch ihre» Rang oderGroße und Schönheit, als durch ihreKleidung und Besoldung vor den übrigenSoldaten auszeichne», und zunächst fürdie persönliche Sicherheit eines Fürsten oderStaatshaupts zu wache» haben; Leib,garde, oder 6-irciv <l» Oorp« genannt.Wen» ein solches Corps bloß auS Adelichenbesteht, so heißt es Noble-Garde. —Gardist, einer, der unter der Leibgardedient.

Garderobe (franz.), 1. Kleider-schrank; 2. Verrath von Kleidungsstücken;Z. Bedieucenzimmer, oder die Dienerschaft.

Gardine» sfranz.), Bettvorhänge- —Gardine» - predigt, was die Frau demManne hinter den Vorhängen (unter vierAugen) zu Gemüthe führt.

Gargote, Gargotte (franz.), i.Gar-küche, Speisehaus; 2. schlechtesWirthShans.

Garmond, eine Buchdruckerschrift inder Größe, wie abstehender Columnentitel.

garniren sfranz.), ein Kleidungsstückmit den zum Schmuck erforderlichen Stü-cken, z. B. Spitzen, Bändern, versehe»;besetze», ausziecen, ansstaffiren. — Gar>nitur, t. Ansstaffirnng; 2. die Gelammt-heit der zu einer gewissen Verzierung ge-hörigen Theile; z. B. eine GarniturSpitzen, Knöpfe, Perle».

Garnison (franz.), Besatzung, die zurBewachung oder Vertheidigung in einerStadt liegende» Soldaten. — - garniso-niren, in Besatzung liegen.

Gas (franz. v. holländ. Geest, Geist),in der Chemie, jede völlig unsichtbare, lnft-artige, elastische Flüssigkeit; ein elastischflüssiger Stoff, der sich nicht, lvie die Däm-

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pse, tropfbar machen läßt- — Es gibtverschiedene Gasarten; die atmosphärischeLuft z. B- enthält 1/Z Sauerstoffgas und4(5 Stickstoffgas. — dephlogistisirtesGas, brennstoffleere Luft, Sauerstoffluft;phlogistifches hingegen, unreine Luft,Stickstoffluft. — Gasometer. Gasmes-ser, eine Vorrichtung, um durch Verbren-nen der Elemente des Wassers das Wasserzu bilde», die verhältnißmäßigen Quanti-täten der dazu angewandten Luft genau zumessen und das gewonnene Wasser selbst zusammeln und zu wägen. — Gasopyrion,Gasfeuerzeug, elektrisches Feuerzeug.

Gasco» (stanz.), 1-Gasconier. Einwoh-ner der französischen Landschaft Gascog-n e, die als lächerliche Großsprecher ver-rufen sind; daher: 2. Prahler, Aufschnei-der. — Gasconnade (franz.), Auf-schneiderei, Prahlerei. Vgl. Radomonslade-

Gaselen, siehe Ghaselen.

Gastricismus (griech.), die Ansicht,nach welcher die meisten Krankheiten ausdem Magen herrühren. — Gastrilog,Bauchredner. — gastrisch, den Unter-leib, die Verdauungswerkzeuge betreffend.— gastrische Rrankheit, eine Ma-gen- oder Unterleibskrankheit. — Gastsrolith, Magenstein.

Gastrolatrie oder Gastromanie(griech.), Schwelgerei, Leckerhaftigkeit.—Gastronom, 1- Kunstkoch, Koch fürLeckermäuler; 2. Liebhaber von Leckerbis-seil. — Gastronomie, 1 feinere Koch-kunst; 2. Leckerhaftigkeit. — gastronosmisch, auf Leckerbissen und ihre Berei-tung sich beziehend. — Gastrotomie,Bauchöffuuiig, Aufschneiduug des Unter-leibes.

gEbo, gauche (frz. sprich: gohsch'),link, linkisch, schief. — 6»„c>,erie, Gauscherie, (sprich: Gohsch erih), linkisches,tölpisches Wesen.

Gaudium (tat.), die lebhafte Freude,Ergötzung. — gaudircn^ belustigen, er-götzen.

Gauern, Gabern, Gebern, beiden Türken, Ungläubige, Keßer, Nicht-Mahomedaner-

gaufriren (franz. sprich: gofriren),mit einem warmen Eisen oder PappdeckelFiguren auf ein Zeug drucken, es modeln.