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Ursprung der Quellen,
kondensirlen, und welche die Einwohner sehr bezeich-nend Na rin es del Pico nennen. Er schreibt ihrenUrsprung dem in Höhlen des Herges eingeschlossenen R e 'gen- und Schneewasser zu.
Neuerlich ist namentlich durch Scrope noch derUrsprung vieler heifsen Mineralquellen (Conslder.ji. 6i) auf ähnlichem Wege sehr wahrscheinlich gemachtworden. Die Bedingungen zum Entstehen solcher Quel-len sind indefs von so rein lokaler Natur, dafs wir siemit l\crht nur als seltene Ausnahmen betrachten, undvon diesen Beispielen daher keine Anwendung auf dieTheorie von der Quellenerzeugung im Allgemeinen ma-chen können.
2) Eine andere Annahme ist, dafs die Wässerzu den Quellen durch die Wirkung der Adhä-sion oder die Haarröhrchenkraft mögen geho-ben werden. Sie machten hauptsächlich der holländi-sche Geograph Yarinius und der Engländer Derham.
Wasser, welches in Gefäfsen eingeschlossen ist, stehtbekanntlich an den Wänden derselben, vermöge derAdhäsion, stets etwas höher, als in der Mitte; befindetes sich nun in engen Röhren oder in Spalten, derenWände nahe an einander liegen, so fliefsen diese erhöh-ten Ränder zusammen, und es erfolgt dadurch ein Erhö-hen oder Steigen des Wasserspiegels in der Röhre, unddieses dauert so lange fort, bis das Gewicht von deraufgestiegenen Wassersäule sich mit der Adhäsion insGleichgewicht setzt. Es wird daher das Wasser in derRöhre um so höher steigen, je enger die Röhrchen sind,und zwar steht die Höhe des Steigens zum Durchmesserder Röhre, wie wir schon seit Muschenbroek’s Ver-suchen wissen, in einem einfach umgekehrten Verhält-nisse.
Auf solche Weise nun also, meinten die genannte»Naturforscher, solle das in den Höhlen der Erde ange-häuftc Regenwasser durch die feinen Zwischenräume der