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durch kapillares Aufsteigen erklärt.
Stein- und Erdlagen, Klüfte u. s. w. bis auf die Höheder Berge hinauf aufgesaugt werden, und endlich obenausflicfsen. Diese Ansicht, ungeachtet sie viele Anhän-ger gefunden hat, ist dennoch schon aus dem Grundsatz•kr Kapillarität selbst völlig unzulässig.
Schon ältere Naturforscher, Lulof, B er gm an,Gehler, haben gezeigt, wie unendlich fein in der ThatJene Zw'ischenräume seyn müssen, welche auf diesemWege das Wasser bis zu mehreren 1000 Fufs *Höhekönnten steigen lassen. Erst neuerlich hat Parrot derallere noch nachgewiesen, dal’s zur Hebung von 2000 F.Höhe, Zwischenräumchen von ,05055 Linie Stärke gehö-ren. Es haben aber Versuche erwiesen, dafs die Kör-per, welche die Erdrinde gewöhnlich bilden, in der Thatsehr viel gröfsere Zwischenräume haben, dafs also dasWasser in ihnen so hoch wirklich nicht steigen könne.Berrault (Oeuvres diverses p. 789 sq.J nahm den fein-sten geschlämmten Flufssand, welchen er erhalten konnte,Und stampfte ihn eng und fest in einer Röhre zusam-men, er sah indefs das Wasser darin nur um 18 Zollsteigen, und in gröberem Sande stieg es gar nur 10Zoll.
Ferner aber auch kann das Wasser, welches inHaarröhrchen gestiegen ist, durch Oeffnungen an denSeiten oder am oberen Ende der Röhre, in welcher esdurch Adhäsion festgehalten wird, nicht ausflicfsen, son-dern es bleibt an den Wänden hängen. Diese Thatsa-c l»e ist durch unzweifelhafte Erfahrungen festgestellt.Zwar will Atlian. Kircher mit einem Gypssäulchendas Gegentheil gefunden haben; allein schon Perraulthat gezeigt, dafs dieser Versuch mjisse erdichtet seyn,Uft d späterhin ist von Lulof sehr richtig bemerkt wor-den, dafs, wenn er wahr sey, ja das so oft vergeblich§esuchte perpeluttm mobile gefunden seyn würde. Lu-^°f verfertigte auch aus Stoffen, welche das Wasser,eic ht auziehen, Körper von der Gestalt kleiner Berge,