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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Hartes und weiches Wasser; Mineralwässer. 465

a h. Es kommt diefs daher, weil sich die Kohlensäure,die Schwefelsäure und Salzsäure, des in der Seife ent-haltenen Alkali’s bemächtigen, und dafür der fettige Be-standteil mit dem Kalk eine im Wasser unlösliche Kalk-Se ife eingeht. Beim Kochen der Ilülsenfrüclitö (Erb-sen, Bohnen u. dergl.) verhindert das Quellwasser ihreichwerden und Aufquellen, weil der Niederschlag anKalkerde sich an die Schalen derselben anschliefst, unddem Wasser zu ihnen den Zutritt versagt.

Um diese Eigenschaften, welche am leichtesten beiden gewöhnlichen Anwendungen des Wassers bemerktWerden, mit einem Worte zu bezeichnen, bedient mansich gewöhnlich des Ausdruckes: das Wasser sey hart,Und man unterscheidet es von dem weichen (Flufs-°der Regenwasser). Natürlich findet in den Graden derHärte des 'Wassers eine sehr verschiedene Reihenfolge'on Abstufungen statt, und es giebt Gegenden, in wel-chen das Quellwasser fast zu allen häuslichen Zwecken'vie das Flufs- und Regenwasser benutzt werden kann.Es ist diefs der Fall fast in allen höheren Gebirgsge-genden, in welchen das Wasser fast eben so unverän-dert als es die atmosphärischen Dünste niedergeschlagenhaben, wieder austritt, und in den tieferen sumpfigenMarschgegenden, an den Ufern gröfserer Flüsse, in wel-chen die Mehrzahl der Brunnen augenscheinlich von demaus den Flüssen durchsickernden Wasser ernährt wird;doch sind diefs Ausnahmen von der Regel.

Yon diesem gewöhnlichen Zustande der Quellen11:1 acht nun auch ferner noch der eine Ausnahme, in wel-chem das Wasser besonders stark mit fremden Stoffenheladen ist, welche demselben eigentümliche Eigenschaf-ten, zum Theil äufserst auffallender Art geben. SolcheNasser nennen wir Mineralwässer oder Gesund-brunnen, ohne dafs ihr Wesen sich gegenwärtig durchAngabe irgend eines besonderen, genauer bestimmten Ver-hältnisses definiren liefse.

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