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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Saure Bestandtheile

Der Stoffe, welche in den Mineralwässern gelöstVorkommen, keimen wir gegenwärtig schon eine sehr be-deutende Anzahl, und da täglich die Entdeckungen die-ser Art sich mehren, so scheint es keinem Zweifel un-terworfen, dafs bei dem Grade der Vollendung, welchengegenwärtig der wissenschaftliche Zustand der Chemieerreicht hat, und bei der Gewandtheit der Analytiker imAuffinden der kleinsten Quantitäten eines Stoffes, dieFolgezeit uns noch mit manchen bekannt machen werde,deren Gegenwart wir jetzt darin vielleicht noch nichtahnen. Die am gewöhnlichsten vorkommenden, welcheden häufigsten Mineralwässern ihren vorwaltenden Cha-rakter geben, bestehen in mehr oder minder vollständi-gen Verbindungen einiger wenigen Säuren und salzfähi-ger Basen zu vollkommenen Neutralsalzen, oder in ba-sischen und sauren Verbiudungsstufen.

Unter den Säuren pflegt die Kohlensäure zu herr-schen, und sie ist, wie neuerlichst noch Bischof be-merkt hat, fast so allgemein in den Wässern verbreitet,dafs sie vielleicht keinem unter allen fehlt, welche alsQuellen hervortreten. In manchen Mineralwässern aberhäuft sie sich so ausnehmend stark an, dafs sie nichtnur die in ihnen enthaltenen salzfähigen Basen, welchezu ihr in nächster Verwandtschaft stehen, sättigt und mitihnen kohlensaure Salze bildet, sondern sie ist auch nochin grofser Menge überschüssig vorhanden, um sich theilsrein mit dem Wasser zu vermischen, theils gasförmig ingrofser Menge aus ihm aufzusteigen.

Nächst dieser gasförmigen Säure, deren Vorkommenund ausgezeichnete Wirkung in den Mineralquellen ihrbei den Alten schon den Namen des Brunn enge ist eszuzog, sind die häufigsten die Schwefelsäure undSalzsäure. Sie sind fast ohne Ausnahme an Basen ge-bunden, doch in sehr seltenen Fällen hat man sie iüneuerer Zeit in einigen Wässern als frei vorkommendkennen gelernt. Schon Bergman führt ein Wasser