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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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der Mineralwässer.

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2 u Latera bei Viterbo im Kirchenstaate, einen Bach•bildend, an, das durch seinen reichen Gehalt an Schwe-fel säure die Aufmerksamkeit der Anwohner errege;ein anderes findet sich zu Selvena bei Siena.

Neuerlichst aber sind wir mit einer sehr viel auf-fallenderen Erscheinung dieser Art in Südamerika durchAlex. v. Humboldt bekannt geworden. Er fand näm-lich, als er die Stadt Popayan besuchte, und den un-mittelbar darüber aufsteigenden Yulkan von Puracebestieg, auf einer Hochfläche von 8136 Fufs Höhe, beidem Dorfe gleiches Namens einen sehr ansehnlichenStrom, welcher dort drei herrliche, weit berühmte Was-serfälle bildet; den zweiten derselben, 360 Fufs hoch,bat Alex. v. Humboldt abbilden lassen (Vues desCardill. Tab. 30Q. Aber er verdient noch berühmterzu werden, weil sein Wasser einen auffallend saurenGeschmack und eine fressende Beschaffenheit hat; der"VVasserstaub war so beizend, dafs er beim VerweilenHeben dem Wasserfalle den Augen beschwerlich ward,Hnd aus dem benachbarten Hauptstrome, dem Rio Cauca,Welcher bei Popayan voriiberlliefst, werden dadurch bis4 Stunden unterhalb seiner Einmündung alle Fische ver-trieben; sie stellen sich erst wieder ein, nachdem derFlufs durch eine Menge von Süfswasserzuflüssen ver-dünnt worden ist. Dieser eigentlich saure Strom, des-sen Quellen etwa 11,200 F. hoch liegen, wird deshalb'on den Anwohnern der Essigstrom (R io Vina-grej genannt, und mehrere in einiger Entfernung ent-springende kleinere, eben so saure Bäche, nennen siedie kl einen Essigströme (los dos Vinagresefticos). Die wohl unterrichteten Chemiker Bous-singault und Rivero *) fanden bei ihrem längerenAufenthalte durch eine genaue Analyse hierin einen nichtHnbedeutenden Gehalt an Schwefelsäure und Salzsäure.

*) Amt. de Chimie Oet. 1824 .

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