468 Erdige Bestandtheile der Mineralwässer.
Aehnliche Erscheinungen sollen, den Nachrichten vonEeschenault de la Tour zufolge, auf Java Vorkom-men, wo es einen kleinen vulkanischen See giebt, des-sen Wasser vorwaltend freie Schwefelsäure und etwasSalzsäure enthält. Doch bleiben solche Erscheinungenimmer sehr selten.
Alle andere Säuren, die etwa noch hin und wiederin den Mineralwässern Vorkommen, sind fast nur alsSeltenheiten zu betrachten, namentlich Salpetersäure(vielleicht noch die häufigste), Phosphorsäure und dieFlufssäure, welche sich bekanntlich vor allen ande-ren dadurch auszeichnet, dafs sie die Kieselerde angreift.Sie ward erst vor wenig Jahren durch B e r z e 1 i u s’ denk-würdige Arbeit über das Karlsbader Wasser als einBestandtheil von Mineralwasser überhaupt entdeckt, undist seitdem von H. Struve im Selterwasser und imWasser von Ems wieder aufgefunden worden, wenn-gleich nur in sehr geringer Quantität, deren Erkennungsehr schwierig ist.
Die mit diesen Säuren verbundenen salzfähigen Ba-sen sind vorwaltend theils Erden, theils Alkalien.Am häufigsten unstreitig unter den ersteren ist die Kalk-erde, theils mit der Kohlensäure zu gewöhnlichem Kalke,theils mit der Schwefelsäure zu Gyps verbunden, gewifssehr selten oder vielleicht gar nicht als salzsaurer Kalk,und zuweilen, in Spuren, als phosphorsaure. Näclistdemist zu nennen die Talkerde, schwefelsauer als Bitter-salz, oder auch salzsauer und kohlensauer, vorzugsweisein den Salzquellen. Thonerde und Kieselerde sindschon Seltenheiten, erstere wohl am häufigsten noch inder schwefelsauren Verbindung als Alaun (zu Bath inEngland, Creins in Nieder-Oesterreich, Halle an derSaale; letztere in merkbarer Quantität wohl nur in eini-gen heifsen Quellen, wie auf Island, welche durch ihrereichen Kieselabsätze an den Bändern berühmt sind, undin den Quellen von Karlsbad, in welchen Klaprotb