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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Alkalische Bestandteile der Mineralwässer. 469

zuerst Kieselerde auffand. T. Bergman behauptet,dafs sie in den Quellen der Gegend von Upsala Vor-kommen. Neuerlichst hat denn auch Berzelius alsf5 r °fse Seltenheit das Vorkommen der Strontianerde«n Karlsbad er Wasser bemerkt, Brandes hat sie im^yrmonter Wasser gefunden, und Struve in demv °n Selters und JE ms zugleich mit etwas Bar yter de,die vorher nicht in Mineralwässern gefunden ward.

Von den Alkalien ist unstreitig das Natron beiWeitem das vorwaltendste; es erscheint theils salzsauer,als Kochsalz, und charakterisirt so durch seine Häufig-keit eine ganze Klasse von Mineralwässern, theils koh-lensauer oder als Soda, welche neuerlichst von Bi-schof ebenfalls zum charakteristischen Bestandtheile ei-ner ganzen Familie von Wässern erhoben worden ist,theils auch schwefelsauer, als Glaubersalz, ebenfallsin einigen Quellen in sehr beträchtlichen Quantitäten.

Nächst ihm ist das Kali zu erwähnen, was indel’snur als ein ausnahmsweise vorkommender Bestandlheilnngefiihrt werden kann. Mit Salzsäure verbunden alsdigestiv - Salz entdeckte es 1820 Fuchs in derSoole von Berchtesgaden, und diese Entdeckung istbesonders deshalb interessant, weil kurz zuvor Wolla-s ton das Kali als einen gemeinsamen Bestandteil deshleerwassers kennen gelehrt hatte. Bei dieser Gelegen-heit ermittelte sich auch, dafs salzsaures und Schwe-fels aures Kali in ansehnlichen Quantitäten schon seitUiehr als 20 Jahren in der Soole von Schönebeckbekannt waren und dort im Grofsen gewonnen wur-den. Später hat Herr mann in Schönebeck das Kali111 allen Salzquellen des preufsischen Staates gefunden.Salpetersauer, als Salpeter, kannte man es schon frü-her i Q den Salpeterquellen von Ungarn; Berzelius°utdeckte es so in den Mineralquellen von AdolfsbergUnd Porla in Schweden, und Büchner in den Quel-len von Münchshöfen in Baiern. Sleinmann fand