470 Metallische Bestandtheile der Mineralwässer.
Kali im Schlofsbrunnen zu Karlsbad; was mau aberin älteren Analysen vom Salpetergehalt der Quellen an-giebt, ist in der l\egel nicht richtig.
Ammoniak scheint in Quellen nicht vorzukommen;wohl aber kennt man darin das erst vor wenigen Jah-ren entdeckte Lithion. Kerzelius traf Spuren davonim Karlsbader Wasser und im Kreuzbrunnen; beiMarienbad fand er es in solcher Quantität, dafs diefsWasser muthmal'slich der an Lithion reichste Körper inder Natur ist. Von anderen basischen Stoffen verdie-nen ferner noch die metallischen und die ihnen ana-logen genannt zu werden. Unter diesen steht das Ei-sen oben an; so wie in der ganzen Natur, so ist esauch in den Wässern einer der verbreitetsten Körper,und nicht leicht mag es bei irgend einer Untersuchungganz fehlend gefunden werden. Es ist am häufigstenmit der Kohlensäure verbunden, und giebt so einer gan-zen Familie von Mineralwässern den vorwaltenden Cha-rakter; selten kennt man es an Salzsäure gebunden, unddiefs ist namentlich im Alexisbade der Fall. Ebenso zeigt es sich in kleinen Quantitäten, mit Schwefel-säure verbunden, als Vitriol in den vitriolischen Quel-len mancher Bergwerke. Nächst dem Eisen ist wohlnoch das Kupfer am häufigsten, und bildet, an Schwe-felsäure gebunden, die sogenannten C erneut quellen,welche die Eigenschaft haben, Kupfer abzusetzen, wenn |sie mit Eisen in Berührung treten. Endlich gedenkenwir auch noch hier des Mangans (Braunstcinmetall),welches Kerzelius zuerst an Kohlensäure gebunden inden Quellen von Karlsbad auffand, nachher auch indenen von Königswarth. Brandes entdeckte es spä-ter in denen von Pyrmont, Struve zu Ems, Sel-ters, im Kreuzbrunnen, im Franzensbrunnen zuEger.
Ein anderer merkwürdiger Stoff, welcher zuerst inder Soda des Meeres, dann in dem Meerwasser selbst