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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Klassifikation der Heilquellen.

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aufgefunden wurde, ist das Jod. Man suchte dasselbebald in den Salzquellen, und es fand diefs zuerst 1822Angelini in denen von Sales in Piemont, dannfand es Krüger in der Salzsoole von Sülz im Meck-lenburgischen, später Meilsner bei Halle, und dannEgidj bei As coli im Kirchenstaate. Da derselbe Stoffschon früher durch Fuchs im Steinsalze gefunden ist,s ° enthalten Steinsalz und Salzquellen, sowohl untersich als im Vergleiche mit dem Meerwasser, dieselbenStoffe; eine Entdeckung, welche zur Beurtheilung desUrsprunges dieser Substanzen einen hohen Grad vonVVAchtigkeit hat, wie wir später noch näher erörtern"'erden. In neuester Zeit hat man auch das zuerst imMeerwasser entdeckte Brom in einigen Quellen aufge-funden, namentlich in den Salzquellen, z. B. denen vonSchönebeck, Kreuznach, Dürrheim, Schwenningen, Wim-pfen, Jaxtfeld, Rosenheim.

Trotz dieser grofsen Menge verschiedenartiger Stoffe,"'eiche die Quellen im Innern der Erdrinde aufnehmen,läfst es sich übrigens nicht verkennen, dafs dieselbeneine gewisse Reihe von Hauptgruppen bilden, welche, dasie sich durch ähnliche physikalische Eigenschaften (Ge-schmack, Geruch, ähnliche medicinische Wirkungen u.S- w.) auszeichnen, schon lange darauf geleitet haben,die Mineralwässer in gewisse Klassen zusammenzustel-fßn; man hat indefs bei den gewöhnlichen Eintlieilun-gen dieser Art die Unterschiede viel zu sehr, und be-sonders des ärztlichen Gebrauches wegen, vervielfältigt,"üd ich glaube, dafs eine einfachere Anordnung genü-gen wird.

Zunächst mufs ich bemerken, dafs gewöhnlich dieNasser nach ihren Temperaturen in kalte und in"'arme Mineralquellen eingetheilt werden. Abgesehendavon indefs, dafs dieser Unterschied sehr relativ ist, weild'e Temperaturen durch unzählige Uebergäuge zwischenhalten und warmen vermittelt werden, und wir eigent-