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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Säuerlinge,

lieh jede Quelle zu den warmen zählen müssen, derenTemperatur über der Mitteltemperatur ihres Ursprungs-ortes liegt, so ist doch diese Unterscheidung mehr deinArzte als dem Naturforscher von allgemeiner Wichtig-keit, denn wenngleich allerdings eine Quelle mehr oderminder Mineralstoffe aufgelöst enthalten kann, je nach-dem sie eine höhere oder niedere Temperatur hat, sowerden doch die Verwandtschaften der Stoffe durch diebei Quellen vorkommenden Temperatur-Verhältnisse nichtso merklich geändert, dafs wir die Hitze zum Charaktereiner eigenen Hauptgruppe machen dürften. Eine unddieselbe Quelle kann, wie wir bald sehen werden, heifsoder kalt seyn, je nachdem ihr Ursprungsort höher odertiefer liegt.

I. Unstreitig die ansehnlichste Hauptfamilie vonQuellen ist diejenige, welche sich, abgesehen von ihrenübrigen Bestandteilen, durch einen überwiegenden Ge-halt an Kohlensäure auszeichnet. Alle Quellen, wel-che hieher gehören, haben die Eigenschaft, mit einempolternden Geräusch an die Oberfläche zu treten, daein Theil der Kohlensäure beim Hervortreten entweicht.Frisch geschöpft sieht man in ihnen eine Menge freierGasperlen aufsteigen, und abgesehen von allem Beige-schmack haben sie den flüchtig reizenden säuerlichen |Geschmack der Kohlensäure. Frisch getrunken veran- |lassen sie ein Prickeln auf der Zunge und in der Nase,und wenn das Poltern bei ihrem Aufsteigen sehr schwachist, so verräth sich die auf ihrer Oberfläche ruhendeSchicht des schweren kohlensauren Gases sehr leichtdurch den Geruch, durch das Auslöschen der Lichterüber ihnen, Ersticken kleiner Thiere, welche zufällig indiese Atmosphäre geraten, und durch das vorüberge-hende Röthen von angefcuchtetem Lackmuspapier. DieseQuellen wollen wir im Allgemeinen Sauerbrunnen(arjuae acidulae der Alten) nennen. Von ihnen giebtes einige bedeutendere Unterarten, nämlich: