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Schwefel Wässer,
der Grafschaft Surrey in England, und da von ihnendas Bittersalz am frühesten gewonnen ward, so hat csauch bekanntlich den Namen sal an glicum erhalten. Erstspäter hat man auch dergleichen, sogar sehr reichhaltigeQuellen im Saatzer Kreise in Böhmen entdeckt, derenbekannteste die eine zu Steinwasser 3,5 Proz., die an-dere zu Sedlitz oder Saidschütz 1,3 Proz. Bittersalz ent-halten.
IV. Schwefel Wässer (aquae hepaticae). Sicbilden eine sehr ansehnliche Klasse von Mineralwässern,welche sich sämmtlich dadurch auszeichnen, dafs sic ei-nen gröfseren oder geringeren Gehalt an Schwefel-wasserstoffbesitzen; sie geben diefs durch ein Aushau-chen des demselben eigcnthümlichen faulen Eiergeruchesund einen süfslichen Geschmack kund, und haben dieEigenheit, dafs, wenn sie auch gleich anfangs vollkom-men klar und durchsichtig austreten, sie doch bald ander Luft trübe und inilchicht werden, und den Schwefelin Gestalt eines weifsen Pulvers (als lac sulphurls) fal-len lassen; daher ihre Ränder mit diesem w'eifsen Bo-densätze reichlich umgeben zu seyn pflegen. Sie sindalso sehr leicht kenntlich und bedürfen keiner weite-ren Charakterisirung. Frisch geschöpft sind schwacheSchwefelquellen häufig dadurch zu unterscheiden, dafsin sie hineingeworfenes frisch glänzendes Silber darinseinen Glanz verliert, und sich schnell auch bei sehr ge-ringem Schwefclgehalte mit einem schwarzblauen Häut-chen von Schwefelsilber bedeckt.
' Diese Quellen enthalteil überdiefs alkalische und er-dige Mittelsalze, und man hat sie deshalb in alkalische,salinische und muriatisch-sa linische eingetheilt.Es scheint indefs zweckinäfsiger, die Temperatur der-selben zur Unterscheidung zu wählen, denn kalte Scbwe-fehvasser sind im Stande einen gröfseren Schwefelwas-serstoffgclialt zu besitzen, als heifse, sie sind daher auch,wenn cs allein auf die Wirkungen des Schwefels an-