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Salpeter- und Naphtha-Quellen.
Gehalt an salpetersaurem Kali, und deshalb auchzur Erzeugung desselben vorzugsweise benutzt. Keinesder genauer bekannten Länder ist an denselben reicherals Ungarn. Am Samos, einem Flusse Siebenbürgens,kennt mau deren eine grofse Zahl, und in der ganzenniederungarischen Steppe scheinen sie nicht minder sehrliäulig zu seyn, ja sie sollen selbst bis in die Gegendvon Wien fortsetzen. An den Punkten ihres AustrC'tens vertilgen sie alle Vegetation, und häufig sammelnsie dort sich zu kleinen stehenden Pfützen an, auf wehchen, wenn sie in trockener Jahreszeit abdunsten, derSalpeter auskrystallisirt *).
2) Naphtha- oder Bergöl-Quellen. Sie ge-hören streng genommen nur dann hieher, wenn dieNaphtha bei ihrem Austreten einer Wasscrquelle be-gegnet, und von dieser mit hervorgetrieben wird; danöerlangt das Wasser eine fettige Beschaffenheit, den durch-dringenden Geruch des Erdöles, und ist es recht häutig,so schwimmt das letztere auf der Oberlläche in einzel-nen Blasen oder in ganzen Schichten, und erlangt dieso auffallende Eigenschaft, sich leicht an seiner Ober-fläche zu entzünden, wenn ihr ein Licht genähert wird-Diese eigenlhümlichen Quellen sind besonders häufig iovulkanischen Gegenden, wo das Erdöl höchst wahrschein-lich durch vulkanische Wärme ans den Gebirgsarten ab-geschieden wird; so namentlich in den südlichen Küsten-ländern des kaspi sehen Meeres, an der Ostseite betBaku, in der Kriinm und der ihr gegenüberliegendenKüste an der Mündung des Kuban. Aehnliche kenn*man auch in Ober-Italien bei Bologna, Modena.Auf der Insel Trinidad, an der Mündung des Ori'n oco, giebt es sogar ein ganzes Seebecken voll Erdpecb-Doch auch ohne vulkanische Wirkungen entwickelt siebdas Erdpech zuweilen fortdauernd durch die Zersetzung
) Rückert in Crells Annal. 1793. I, S. 224.