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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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zunächst an Salzquellen bestätigt.

defs diese Ansicht völlig erweisen zu können, oder ihrdoch wenigstens einen hohen Grad von "Wahrscheinlich-keit zu geben, wird cs nöthig seyn, die Erscheinungen,welche die Salzquellen darbieten, etwas genauer zu be-trachten, und sie mit denen zu vergleichen, welche siedarbieten müfslen, wenn sie auf die angegebene Weiseentstehen sollten.

Zunächst ist hiebei wohl die Frage von Wichtig^keif, ob wir überall da, w r o Salzquellen entspringen, inder Erdrinde auch Steinsalz und dasselbe in solcher Lagebefindlich wahrnehmen, dafs wir die Quellen von ihmherzuleiten im Stande sind. Diese Frage läfst sich nachdein gegenwärtigen Zustande unserer Kenntnisse zwarOur bedingungsweise, wenngleich zu Gunsten unserer An-sicht beantworten; denn wir müssen wohl zugeben, dafsan vielen Orten zwar Salzquellen entspringen, in derenNähe bis jetzt noch kein Steinsalz aufgefunden worden•st, wie bei den Salzquellen von Magdeburg, Halle, inWcstphalen. Indefs ist das umgekehrte Verliällnifs, dafse s irgendwo Steinsalz gebe, wo keine Salzquellen Vor-kommen, bisher noch niemals beobachtet worden. In-teressant ist aber in dieses Beziehung die Thatsache, dafsvielen Punkten, wo man Jahrhunderte lang nur Salz-quellen gekannt hatte, oft unerwartet durch irgend einenZufall Steinsalz in sehr grofser Menge gefunden wurde.

Erst die Geschichte der letzten 20 Jahre hat unsv ou derselben einige ausgezeichnete Beispiele dargebo-ten, von welchen die bedeutenderen hier eine kurzeErwähnung verdienen. Noch vor kaum mehr als etwa^2 Jahren zählten die meisten süddeutschen Staaten dasKochsalz nur in so geringer Quantität zu den Erzeug-tUssen ihres Bodens, dafs sie davon nur mit Mühe ihrenei gcnen Bedarf zu bestreiten im Stande waren. Baiern^ud Oesterreich besafsen allein einige bedeutendere Salz-Uiederlagen im Salzburgischcn im sogenannten Salzkam-t^ergut und im benachbarten Tyrol, und durch eine