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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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Steinsalz in Frankreich,

kann man jetzt angeben, in welcher Tiefe unter der Ober-fläche das Steinsalz sich in einem Landstriche von we-nigstens gegen 50 Quadratmeilen Flächeninhalt befindet.Jene Gegend von Deutschland ist mit einem Worte soaus einer der salzärmsten nun in eine der salzreichstenverwandelt worden.

Merkwürdig ist es, dafs fast zu derselben Zeit, inwelcher man in Süddeutschland diese erfolgreichen Ver-suche anstellte, in dem östlichen Theile von Frankreichdurch Zufall eine analoge Entdeckung gemacht ward.Auch Frankreich gehörte bisher zu den salzarmen Län-dern, und. aufser den unbedeutenden Salzquellen in denPyrenäen und am westlichen Abhange des Jura, inder Franche Comte und den wichtigeren in Lothrin-gen, war man genüthigt, das Salz grofsentheils durch einemühsame und der Gesundheit schädliche Bereitung ausdem mittelländischen Meere zu nehmen. Man kanntefrüher eine sehr grofse Anzahl von ärmeren Salzquellenin dem Thale der Sei Ile zwischen Metz und Saar-burg; an dem Fufse der Vogesen, von denen die rei-cheren Quellen auf den Salinen von Dieuze, MoyenVic, Chateau Salins benutzt wurden. Der Zufallführte hier auf die Entdeckung des Steinsalzes, welchesbei einem Bohrversuche am 5lcn Mai 1819 getroffenwurde, der in der Absicht unternommen seyn soll, umSteinkohlen aufzufinden. Man verfolgte diese Entdek-kung, und da fand man das Steinsalz in einem Distriktevon wenigstens 8 Quadratmeilen Flächeninhalt verbrei-tet, reiner und stärker selbst als in Schwaben, denn mankennt dort nun gegenwärtig schon wenigstens neun La-gen übereinander, und darunter eine von 45 F. Stärke.

Was so in Süddeutschland und Frankreich gelungenwar, gelang auch an mehreren Punkten in Norddeutsch-land. Geleitet von den Erfahrungen über das Vorkom-men des Steinsalzes in Schwaben, suchte man dasselbenun auch unter analogen Verhältnissen an der Nordseite