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Physikalische Geographie : Vorlesungen gehalten an der Universität zu Berlin in den Jahren 1834 und 1835 / von Friedrich Hoffmann
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in Nord-Deutschland und England. 489

des Thüringer Waldes, und Gletik fand es dort zu-erst 1827 in 610 Fufs Tiefe zu Buffleben bei Gotha,>»ul bald darauf in der gröfseren Tiefe von 1173 Fufsz u Stotternheim bei Eifurt, und in der sehr geringenTiefe von 162 Fufs bei Langenberg unfern Gera.Es ist keinem Zweifel unterworfen, dal's man dasselbeHoch an sehr vielen Orten in den Umgebungen des Thü-ringer Waldes sowohl als des Harzes auffiuden würde,'venn nicht die so reichlich in diesem Lande vorhande-nen und wohlbenutzten Soolquellcn die Untersuchun-gen lässiger betreiben liefsen und deren Erfolg weniggewinnreich machten.

Wir würden leicht die Zahl ähnlicher Beispiele desVorkommens von Steinsalz, wo man früher nur einigeSalzquellen bemerkt hatte, vermehren können, doch wol-len wir uns beschränken in dieser Beziehung nur nochEngland zu nennen. — Denn auch hier sind in den salz-reichen Gegenden dieselben Erfahrungen gemacht wor-den, wie erst kürzlich in Frankreich und in Deutschland.Zu den Zeiten der Königin Elisabeth nämlich kanntetoan in England noch kein Steinsalz; die dort bekann-ten Salzquellen wurden in einigen hundert kleinen Sie-dereien benutzt, ja schon die Römer legten im Jahre640 nach Chr. einen Zoll auf das Salz von Britannien.Später aber entdeckte man in der Nähe der Salzquellendie mächtigen Steinsalzlager von North wich in Clie-shire, und gegenwärtig reicht bekanntlich die Mengedes Salzes, welche Liverpool ausführt, hin, um aufserEngland noch Norwegen und Schweden, Dänemark, undeinen grofsen Theil der Küstenländer von Deutschlandund Preufsen zu versorgen, und kennt man auch gleich•n England noch einige Salzquellen, welche fern vondiesem Steinsalzlager liegen, so ist es doch unstreitiga Uch wichtig zu wissen, da % fs sie sämmtlich aus derselbenGebirgsart entspringen, welche die Salzlager gleichzei-tig einschliefst.